Als Witten am Äquator lag
Bergbaugeschichte, ein Schloß, Kunst und viel Natur
Das Muttental ist dreierlei zugleich: ein geologisches Fenster in 320 Millionen Jahre Erdgeschichte, einer der Wiegen des europäischen Steinkohlenbergbaus — und ein Stück Wittener Stadtidentität, das kaum sichtbarer sein könnte.
Ein Strandspaziergang im Muttental
Was verbirgt sich tief unter dem Boden, auf dem wir gehen? Dieser besondere Spaziergang öffnet ein Fenster in die Erdgeschichte — und führt uns zurück zu den Anfängen des Schwarzen Goldes an der Ruhr.
Am Steinbruch Dünkelberg am Hettberg steht ihr vor einer Felswand, die 320 Millionen Jahre Geschichte wie ein aufgeschlagenes Buch vor euch ausbreitet: Hier lässt sich ablesen, wie aus einem tropischen Sumpfwald am Rand eines urzeitlichen Meeres die Steinkohle entstand, die einst eine ganze Region prägte.
Doch das Muttental hat weit mehr zu bieten als Geologie. Ihr begegnet den greifbaren Spuren des frühen Bergbaus: Stollenmundlöcher, Förderanlagen und das historische Bethaus der Bergleute erzählen von einer Zeit, in der hier das Ruhrgebiet seinen Anfang nahm.
Und dann ist da noch Schloss Steinhausen — das, neben seiner historischen Bedeutung - mit einer Überraschung aufwartet: die größte Sammlung afrikanischer Kunst in ganz NRW. Gigantische Tierfiguren aus Metall und beeindruckende Shona-Skulpturen aus Simbabwe verwandeln das Schlossgelände in einen Ort, der zwei Welten auf faszinierende Weise zusammenbringt.
- 2 bis 2,5 Stunden
- 2 anstrengende Steigungen
- leider nicht Barrierefrei